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Renault ZOE Z.E. 40 Q90 Intens bestellt


Liebe Leserinnen und Leser,

es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich die Dinge verändern.
Vor etwas mehr als 3 Jahren wurden die ersten Renault ZOEs auf Österreichs Straßen gesichtet und seitdem hat sich verdammt viel getan.

Bestandsaufnahme…

Viele neue Modelle wurden eingeführt, die Ladeinfrastruktur wurde stark verbessert – es gibt nun fast flächendeckend in Österreich auch die so genannten Triple Charger (Multi-Standard Hochleistungs-Schnellader) dank Kooperationen bzw. Firmen wie SMATRICS, der KELAG oder ELLA.

Auch reichweitentechnisch hat sich viel getan seit dem ersten ZOE.
Mit der Vielfalt an neuen Angeboten von etablierten Autoherstellern wie Hyundai, Kia, BMW und anderen, stiegen auch die Zulassungszahlen der E-Fahrzeuge in Österreich ordentlich an.

Paris, die Stadt der Lie… Elektroautos

Die heurige Autoshow in Paris (Autosalon) stand – und das muss man wirklich sagen – auch medial sehr stark im Zeichen der Elektromobilität.
Zwar hat Opel mit der Vorstellung des neuen Opel Ampera E, welcher in Österreich jedoch nicht vor 2017 oder 2018 erhältlich sein dürfte, für viele Schlagzeilen gesorgt – besitzt er doch eine 60 kWh Batterie und eine theoretische Reichweite von über 500 km (NEFZ).
Auch Renault hat sich beim Heimspiel in Paris nicht lumpen lassen und Stärke demonstriert.

Ohne, dass es wirklich vor der Messe bekannt geworden wäre, hat Renault den Renault ZOE quasi einmal komplett überarbeitet.

Neben einer neuen Ausstattungslinie, BOSE genannt, hat man im Detail (Sitze, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Rlink Evolution, Sitzheizung, uvm…) einiges verbessert und verändert. Wirkliches Novum beim neuen Zoe ist die neue 41 kWh (nutzbare Kapazität) Batterie, die Renault gemeinsam mit LG Chem entwickelt hat. Sie wird von Renault als “Z.E 40″ bezeichnet und verfügt auch über eine verbesserte Luft-Klimatisierung bzw. eine Vorkonditionierungsfunktion, die laut Renault “bei Bedarf die Temperatur halten kann bzw. heizen und kühlen kann”.

Nun zum eigentlichen Thema, damit die Überschrift auch ihre Daseinsberechtigung hat:

Bei uns in der Familie stehen außer meinem Nissan Leaf (LEIDER) noch 3 weitere Verbrenner (einer pro Person) herum. Einer dieser Verbrenner, ein 2003er VW Golf 4 TDI Last Edition 90 PS, hat nun so ziemlich das Ende seines Lebenszyklus erreicht und wünscht in den Ruhestand gehen zu dürfen. Da das Familienmitglied jedoch seit einigen Jahren ohnehin nur mehr eine Wegstrecke (beruflich) von 30 km am Tag zu bewältigen hat und dies besonders mit einem Diesel eigentlich nur Kosten mit sich bringt, wurde beschlossen, dass der Golf durch meinen Leaf ersetzt wird – das macht wirtschaftlich am meisten Sinn (und ist mir lieber, als würde man wieder einen neuen Benziner anschaffen…).

Und so wurde für mich der Weg frei, mir ein neues E-Auto zu suchen.
Dies besonders vor dem Hintergrund, dass ich eine wöchentliche Pendelstrecke (einfach) von 180 km zu bewältigen habe – und immerhin fahre ich doch gut 35.000 km pro Jahr.

Da diese Strecke zu 80% eine reine Autobahnstrecke ist – und wir alle wissen was Winter + Autobahn + weite Strecke für ein Elektroauto beuten – habe ich mich auf die Suche gemacht und landete schlussendlich bei zwei Fahrzeugen:

Dem BMW i3 94 Ah 33kWh BEV und dem Renault ZOE Z.E 40 Q90 Intens

Ersteren konnte ich leider nicht fahren, stattdessen machte ich mich mit dem Vorgänger, dem 60 Ah Modell auf den Weg und testete unter realen Fahrbedingungen, was der Verbrauch sein würde. Auf den meisten meiner Strecken lief auch alles glatt, doch besonders bei Regen und einem (doch unerwarteten) Temperatursturz von 25 auf 13 Grad Celsius, offenbarte mir der schnittige, top verarbeitete und agile i3 die Schattenseite: Die Reichweite brach ein.

Quelle: BMW i

Schlussendlich war der Verbrauch mit 16,4 kWh / 100 km so gewählt, dass ich wusste, dass es sich rechnerisch knapp – oder knapp nicht – ausgehen würde.

Und nun stand ich da, ich armer Thor und war so klug, als wie zuvor … und in der Tat:
Ich hatte nun die Wahl: Mehr Geld in die Hand nehmen, das “eigentlich” bessere Auto kaufen (den i3) oder trotz der bekannten Defizite (Materialwahl im Innenraum, Verarbeitung, Abblendlicht schwach) zurück zum Zoe? Überhaupt hatte ich dieses Auto ja bereits schonmal.

Will man denn sowas? Nochmal dasselbe Auto?

Ja will man! Nach einigen Tagen der Überlegungen und der Suche nach Rat von Freunden und Bekannten, wurde mir schließlich klar: Der eigentliche Zweck meiner “Mission” war es ja, ein Auto zu finden, dass meine Strecke in einem Zug schafft ohne irgendwo abfahren und laden gehen zu müssen (denn das würde wieder Zeit – und Geld – kosten).
Und schließlich gab es keine andere Wahl, die mir diese Leistungen sichern würde, als den Renault ZOE zu nehmen – und mittlerweile bin ich mir auch nicht nur wegen der faktischen 14.000 EUR Differenz zum BMW i3 (immerhin ein halber neuer ZOE!) sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Hinzu kommt, dass bei meinen Fahrleistungen von ca. 35.000 km pro Jahr, ja auch die Batterie und deren Garantie eine wichtige Rolle spielen.

Nach 3 Jahren volles Risiko, außer…

100.000 km oder 8 Jahre gewährt BMW beim neuen BMW i3 94Ah Garantie auf die Batterie (mind. 70% Kapazität). Schön, auch beim Renault ZOE hat man nur 4 Jahre oder 100.000 km Garantie auf das Fahrzeug bzw. 5 Jahre / 100.000 km auf den Antriebsstrang. Aber Moment mal: Entscheidend ist doch, die Batterie. Und auf die hat Renault trotz Z.E Relax Miettarif (sozusagen Flatrate ohne Kilometerbegrenzung) eine unlimitierte Garantie bis 75% Mindestkapazität (eben für die Dauer der Miete).
Mal kurz den Taschenrechner zücken: 75% von 41 kWh sind … noch immer 30,75 kWh – und damit mehr als der kleine Premium BMW ab Werk überhaupt nutzbar hat.

Update in eine neue Generation Elektromobilität

Und so kam es also, wie es kommen musste. Ich kehre zurück in die große ZOE Familie.
Im Mai 2013, wo alles angefangen hat (erste ZOE Probefahrt), über den September 2013 als ich den ZOE Intens Q210 bestellt habe (ja, das war noch der mit dem spiegelnden, beigen Armaturenbrett!) bis hin zum August 2015, als ich den ZOE verkaufte (für einen guten Preis Gott sei Dank!) habe ich immer Kontakt zum Zoe gehalten, mich in Foren umgeschaut und eingelesen, mitdiskutiert und natürlich am großen – mittlerweile dritten – Österreichischen ZOE Treffen teilgenommen (wenn auch nur als Beifahrer…) – dieser Umstand ist nun korrigiert.

Also wurde am Samstag, den 07. Oktober 2016, bestellt.
Das Autohaus Aichlseder Klagenfurt am Wörthersee durfte sich freuen (war ich vielleicht der einzige Käufer an diesem Tag!?).
Die Konfiguration habe ich schon Tage zuvor fixiert:
Ein Renault ZOE Z.E 40 Q90 Intens in Thunder Blue, mit 17 Zoll Tech Run Felgen und Vollausstattung. Okay nicht ganz, denn es fehlen die “Vorverkabelung für die Alarmanlage” und das “Notladekabel” – aber vom Interieurpaket blau bis hin zu Sitzheizung, Hochtönern im Armaturenbrett, Rückfahrkamera usw. ist alles dabei. Die Mittelarmlehne werde ich wieder separat als Zubehör bestellen (hoffentlich gibts die dann auch passend zum neuen Interieur).

Und so sieht er aus:

Quelle: Renault

Quelle: Renault


Nie wieder Reichweitenangst…

Die Tatsache, dass eine große Batterie gepaart mit einem schnellen Lader eine gute Sache ist – überhaupt im mit AC Typ 2 übersäten Land wie Österreich, ermöglichen ab Januar 2017 – da wird mein Zoe geliefert – unkompliziertes und angenehmes Fahren ohne jedwede Reichweitenangst oder – viel schlimmer noch: Säulenangst (die Angst, vor einer besetzten oder kaputten Ladesäule zu stehen und das mit leerem Akku).

Quelle: Renault

 

Fazit: 

Ich freue mich wie ein Schnitzel – und kann den Januar kaum erwarten.
Überhaupt wird es dann umgehend ein umfassendes Review geben, das sowohl die neue Reichweite als auch die verbesserten Details und Ausstattungsmerkmale des ZOE eingehend behandeln wird (Rlink Evolution, Batterievorkonditionierungsfunktion usw.).

Alle Infos zum neuen Renault ZOE – der “aktuelle” Renault ZOE ist als R240 (ausschließlich als Miete) weiterhin in AT verfügbar – mit R90 oder Q90 Antrieb und als Mietvariante oder auch Kaufvariante (ZOE Complete) finden Sie unter:

https://www.renault.at/modellpalette/renault-modelluebersicht/zoe.html

Preisliste: https://www.renault.at/content/dam/Renault/AT/downloadcenter/zoe/PL_ZOE.pdf

 

Ihr Stefan KOPEINIG
Geschäftsführer Charge and Go Solutions

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